Zeit, dass sich was ändert...

…beim Anliegerstraßenbau: Wer bestellt, der zahlt, heißt es landläufig. Beim Anliegerstraßenbau funktioniert es jedoch andersrum. Hier bestellt die Stadt und die Bürger bezahlen. Wir wollen, dass das Verfahren vom Kopf zurück auf die Füße gestellt wird. Die FDP steht für bedarfsgerechten und kostengünstigen Anliegerstraßenbau und ein Verfahren, in dem die Bürger von Beginn an, angemessen beteiligt werden.

 

…bei der Verkehrspolitik: Mehr Mobilität bedeutet mehr Verkehr, aber nicht notwendig mehr Stau, Lärm und Gestank. Wir wollen, dass alle Bürger in Falkensee ihr Ziel in der gewünschten Zeit erreichen, ohne unsere Mitbürger unnötig zu belasten. Die Stadt muss sich der Veränderung des Verkehrs in Falkensee klar werden, den Verkehrsentwicklungsplan überarbeiten, Verkehr beruhigen, wo Menschen wohnen und Verkehr verflüssigen, wo Pendler zur Arbeit fahren müssen. Bahn, Bus und Radwege müssen aufeinander abgestimmt werden, damit Verkehr die Stadt nicht belästigt, sondern belebt.

 

…bei der Stadtplanung: Die Verbesserung der Lebensqualität und die Stärkung von Falkensees Wirtschaftskraft sind kein Widerspruch, sondern ergänzen sich. Falkensee ist Gartenstadt und Wirtschaftsstandort, Sportstadt und Arbeitsplatz. Dafür braucht es aber eine kluge und weitsichtige Stadtplanung. Viel zu lange haben Bürgermeister und Verwaltung mit Einzelfallentscheidungen die eigenen Planungen über den Haufen geworfen. Es ist Zeit, dass wir unter breiter Bürgerbeteiligung Grün-, Freizeit-, Wirtschafts- und Wohnflächen in Falkensee planen und dann die Planungen umsetzen.

 

…bei der U3-Betreuung:Familie und Beruf müssen auch in Falkensee endlich vereinbar sein. Leider gibt es derzeit keine ausreichende und flächendeckende kommunale U-3-Betreuung. Tagesmütter sind ein wichtiger Baustein im Kinderbetreuungsangebot der Stadt Falkensee. Für berufstätige Eltern reicht jedoch dieses Angebot selten aus, um einer Halbtagsbeschäftigung außerhalb von Falkensee nachzugehen. Sollen Eltern künftig morgens etwa ihre Kinder im Hallenbad abgeben? 

 

…bei der Haushaltspolitik: Im Privaten gilt, ein Leben im Dispo führt in die Pleite. Ein Hallenbad, dass dauersubventioniert sein wird, kann nicht Aufgabe der Stadt sein, sondern sollte ein Projekt privater Investoren sein. Das ist Geld, das beispielsweise für kommunale KiTa-Betreuungsangebote und Schulgebäudesanierungen fehlt. Die FDP steht für eine Haushaltspolitik mit Augenmaß. Wer in Zeiten leerer Kassen Schwimmbäder verspricht, ohne die dauerhafte Finanzierung sicherzustellen, wird diesem Anliegen nicht gerecht.

 

…aber vor allem bei der politischen Kultur in unserer Stadt: Die Politik ist für die Menschen da, nicht umgekehrt. Die Politik in Rathaus und Stadtverordnetenversammlung muss die Menschen ernst nehmen und angemessen beteiligen, statt ihnen – wie beim Anliegerstraßenbau - die Ergebnisse per Kostenbescheid zu präsentieren. Die FDP will, dass in der Stadtverordnetenversammlung eine neue politische Kultur einzieht. Transparente Entscheidungsprozesse und rechtzeitige und umfassende Bürgerbeteiligung müssen selbstverständlich werden. Die Verwaltung muss sich als Partner und Mediator von Bürgerinteressen verstehen – denn die Politik ist für die Menschen da.